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Veranstaltungen

Im Rahmen von Vorträgen, Workshops und weiteren Bildungsveranstaltungen kommunizieren wir die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Arbeit an ein breites Publikum.
Sollten Sie selbst Interesse haben, eine Bildungs­veranstaltung zum Thema „Missbrauch an erwachsenen Frauen in der katholischen Kirche“ anzubieten, können Sie uns gerne mailen an pastoraltheologie@ur.de.

Anstehende Veranstaltungen

Kirche. Macht. Frauen sichtbar.

Mit: Philippa Haase

5. Diözesanweites FrauenForum | 21. Februar 2026, 10:00 bis 15:30 Uhr | Dommuseum Hildesheim

Ein Tag der Orientierung
inmitten der tiefgreifenden Veränderungsprozesse von Kirche & Gesellschaft, wo vertraute Sicherheiten sich auflösen und errungene Fortschritte in der Geschlechtergerechtigkeit zunehmend mit traditionellen Rollenzuweisungen konkurrieren.

Ein Tag der Bestärkung
für die vielgestaltige Wirksamkeit von Frauen – sich solidarisch miteinander verbinden, sichtbar sein und als vernehmbare Stimme auftreten, wo gegenwärtig das Recht auf Selbstbestimmung von Frauen zurückgedrängt oder gefährdet ist.

Während auf der einen Seite die Lebenswirklichkeit vieler Frauen noch immer gekennzeichnet ist vom zähen Ringen um gleiche Chancen und gleiche Rechte, um die Anerkennung gleicher Würde und gegenseitiger Wertschätzung, feiern auf der anderen Seite traditionelle Rollenzuweisungen eine bemerkenswerte Renaissance, die die Errungenschaften von mehr Selbstbestimmung massiv in Frage stellen.

Zunehmend flammt dieser Backlash in christlichen Kirchen auf – in fundamentalistischen Gruppierungen. Auch die patriarchale Struktur unserer katholischen Kirche und Klerikalismus bieten hierfür durchaus fruchtbaren Boden.

Das 5. Diözesanweite FrauenForum* lädt ein,

  • dieser Entwicklung aus weiblicher Perspektive in einer offenen und kritischen Auseinandersetzung zu begegnen
  • Mechanismen der Verführbarkeit und manipulative Strukturen aufzudecken.
  • das eigene Kirchesein auf die Zukunft von mehr Geschlechtergerechtigkeit hin zu hinterfragen und sich in der eigenständigen Positionierung zu (be)stärken

Inhaltliche Inputs und Workshops bieten theologische und alltagspraktische Zurüstung als kreative und selbstbestimmte Antwort von Frauen auf rückwärtsgewandte Tendenzen in bestehenden Machtverhältnissen von Kirche & Gesellschaft.

Eine Einladung zu solidarischer Verbundenheit
FRAUEN – sichtbar & mit starker Stimme – für eine GESCHWISTERLICHE KIRCHE

Info Flyer

Fragen an: Martina Manegold-Strobach
frauenkirchort.st.magdalenen@gmail.com, Telefon 05121-402397
Mühlenstraße 25 A, Hildesheim

Auszug vergangener Veranstaltungen

Hidden Patterns of Abuse. Missbrauchsmuster sehen und verstehen.

mit Dr. Judith König und Philippa Haase

Was hat sexualisierter Machtmissbrauch an erwachsenen Frauen in der katholischen Kirche mit der Hochschule zu tun?

In einem Impulsvortrag und einem anschließenden Workshop wollen wir gemeinsam diese Frage beantworten und die „hidden patterns of abuse“ in Institutionen ansehen, dekonstruieren und uns empowern.

Geleitet werden der Impulsvortrag und der anschließende Workshop von Dr. Judith König und Philippa Haase der UR im Rahmen der Orange Days 2025.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierenden und Promovierende aller Fachrichtungen. Die Teilnahme ist „open for all genders“. Der Impulsvortrag kann unabhängig vom Workshop besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Weitere Informationen unter: chancengleichheit@ur.de

Workshops „Influencer:innen im Namen Gottes – holy oder toxic?“ und „Gefährliche Heiligkeit – wenn Vorbilder zur Zumutung werden“

mit Philippa Haase und Sophia Hose

Im Rahmen der Jugendseelsorgetagung der Katholischen Jugendarbeit der Diözese Würzburg finden zwei Workshops zur Missbrauchsthematik statt.

Influencer:innen im Namen Gottes – holy oder toxic?
Christliche Influencer:innen prägen den Glauben vieler Jugendlicher – manchmal auf ermutigende, aber auch auf toxische Weise. Im Workshop fragen wir, wie sich fundamentalistische Strategien erkennen und kritisch einordnen lassen. Gemeinsam entwickeln wir Kriterien und sammeln positive Beispiele für eine offene Glaubenskommunikation auf Social Media. 

„Gefährliche Heiligkeit“ – wenn Vorbilder zur Zumutung werden
Junge Heilige faszinieren – und können doch gefährlich werden. Was passiert, wenn Tod, Reinheit, Opfer- und Vergebungsbereitschaft als Vorbild gefeiert werden? Ein kritischer Blick auf Maria Goretti, Carlo Acutis & Co. 

Programm der Tagung 

 

Online-Buchvorstellung: Sexueller Missbrauch an Ordensfrauen im deutschsprachigen Raum

Mit: Dr. Barbara Haslbeck und Prof.in Dr. Ute Leimgruber 

Was früher nur verschämt und hinter vorgehaltener Hand thematisiert wurde, steht heute außer Frage: Sexueller Missbrauch an Ordensfrauen ist kein Einzelfall, er geschieht weltweit – auch in Deutschland.
Barbara Haslbeck forscht seit Jahren zum Thema Missbrauch und hat erstmalig im deutschsprachigen Raum methodisch gesicherte Interviews mit betroffenen Ordensfrauen geführt und die Ergebnisse nun in einem Buch vorgelegt, das am 15.09.2025 erscheinen wird.
Neben einem Blick auf die Missbrauchsszenarien bietet diese Untersuchung einen Einblick in das individuelle Erleben der Betroffenen ebenso wie eine Analyse der Rolle der jeweiligen Gemeinschaft. Die Auswertung der Interviews führt eindringlich vor Augen: Täter und Täterinnen nutzen ihre Rolle und spirituelle Ideale, um den Missbrauch zu legitimieren. Und in den geistlichen Gemeinschaften gibt es systemische Bedingungen, die sich gefährdend und diskriminierend auswirken.
Nach einer Einordnung der Publikation in den Kontext von Missbrauchsforschung durch Prof.in Ute Leimgruber wird Dr. Barbara Haslbeck wesentliche Ergebnisse ihrer Untersuchung vorstellen. Sr. Lydia Schulte-Sutrum OSB stellt die Frage, welche Konsequenzen diese Erkenntnisse für das Leben in Ordensgemeinschaften haben.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.domberg-akademie.de
Anmeldeschluss: Donnerstag, 18. September 2025 – 13:00 Uhr

 

Prävention im Plural – „Gelingendes Ordensleben in Deutschland“

Mit: Sr. Philippa Haase osf

Im Herbst 2023 haben sich Interessierte sowie Expertinnen und Experten auf Einladung von missio und der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) unter dem Titel „Prävention im Plural“ zu verschiedenen Aspekten des Themas „Missbrauch an Ordensfrauen“ in Deutschland und weltweit ausgetauscht. In den Gesprächen dieses Tages und in der weiteren Reflexion wurde das Themenspektrum weiter gezogen hin auf den Lebensalltag von ausländischen Ordensfrauen in Deutschland. Wie gestaltet sich der Alltag von ausländischen Ordensfrauen in Deutschland? Mit welcher Motivation sind sie nach Deutschland gekommen? Wie funktioniert das Gemeinschaftsleben fern der kulturellen und geistigen Heimat? Wie können Rahmenbedingungen verbessert werden?

missio und DOK laden mit dieser Veranstaltung zur Vernetzung in Verbindung mit einem Studientag ein, denn: Ordensleben in Deutschland soll gelingen!

Eingeladen sind Ordensfrauen aus der Welt und aus Deutschland, Expert/innen und Interessierte. Es wird ein offener Raum zum Kennenlernen, zum interkulturellen Austausch und zur Sammlung von relevanten Themen angeboten. Die Einladung darf gern an Interessierte weitergeleitet werden, besonders an ausländische Ordensfrauen.

Programm

Spiritualität zwischen Selbstbestimmung und Missbrauch 

Mit: Sr. Philippa Haase

Das 4. Diözesanweite FrauenForum lädt ein, angesichts der Gestaltungskraft von Frauen gemeinsam darüber nachzudenken:
Wie frei sind wir eigentlich in unseren Überzeugungen, wie frei in unserer Glaubensentwicklung, in unserer Sicht auf die Kirche? und: Wieviel Freiraum lassen wir selbst anderen, selbstbestimmt in die eigene Glaubensidentität hineinzuwachsen?

Die Veranstaltung widmet sich dem Themengebiet der spirituellen Selbstbestimmung und des spirituellen Missbrauchs.

Zur Veranstaltung

Weitere Infos:
Marina Manegold-Strobach
frauenkirchort.st.magdalenen@gmail.com
Telefon 05121 402397

Raus aus dem Gefängnis des spirituellen Missbrauchs

Mit: Dr. Barbara Haslbeck

Birgit Abele stellt in der Veranstaltung anhand ihrer eigenen Erfahrungen die psychischen Dynamiken spirituellen Missbrauchs dar. Sie führt vor Augen, wie spiritueller Missbrauch funktioniert und wie er sich auf Betroffene auswirken kann. Barbara Haslbeck wird aufzeigen, welche Ressourcen Betroffene haben und was aus der Manipulation heraushilft. Beide Referentinnen gehen der Frage nach, wie spirituelle Selbstbestimmung gestärkt werden kann.

Zur Veranstaltung