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FORSCHEN –– TAGUNGEN

Machtanmaßung – spiritueller Missbrauch – sexualisierte Gewalt

Veranstalter
Dr. Magdalena Hürten, Christiane Kuropka, Pavlos Leußler, Jakob Schrage

Den Herausforderungen begegnen und neue Wege denken

Die Aufdeckung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche seit 2010 hat die Anfälligkeit der Institution für missbräuchliches Verhalten deutlich hervortreten lassen. Stand anfangs sexualisierte Gewalt im Fokus, sind in der weiteren Entwicklung spiritueller Missbrauch und unangemessene Machtausübung in den Blick gekommen. Die ForuM-Studie hat gezeigt, dass auch die evangelische Kirche von diesem Problem in hohem Maße betroffen ist. Hinter diese Erfahrung können theologisches Denken und pastorales Handeln nicht mehr zurück; zahlreiche Veröffentlichungen geben Impulse zum Umdenken und Neudenken kirchlicher Handlungsräume und markieren einen Bedarf für fundamentale Veränderung des kirchlichen und theologischen Diskurses. Für die Entwicklung einer Praxis wissenschaftlicher Theologie, die für die Realität des Missbrauchs im Hier und Heute sensibel ist, sind die kommenden Generationen von Theolog*innen von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund möchte die Tagung eine Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung bieten.

Zum Programm
Inhaltlich stellt sich die Tagung der Herausforderung, den sich ausdifferenzierenden Diskurs sichtbar zu machen und Fragen nach den Potenzialen und Grenzen der Erklärung des Geschehenen durch kirchliche Machtstrukturen nachzugehen, Präventionsansätze zu diskutieren und blinde Flecken der bisherigen Diskussion anzusprechen, wie die Ausgestaltung einer Erinnerungskultur. Die Multidimensionalität des Themas erfordert dabei eine interdisziplinäre Herangehensweise sowie eine große Offenheit, sich von unterschiedlichen Perspektiven irritieren zu lassen und verschiedene Aspekte neu zueinander in Beziehung zu setzen, um schrittweise Orientierung in diesem Problemraum zu schaffen.

Zielgruppe: Die Tagung richtet sich in erster Linie an Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphase (Promotion/Habilitation), sowie Studierende aus Studiengängen auf Masterniveau, die sich wissenschaftlich mit dem Tagungsthema auseinandersetzen. Fachlich Interessierte sind herzlich eingeladen.

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